Tiergestützte Ergotherapie

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Ergotherapie = Handlungstherapie (früher Arbeits- und Beschäftigungstherapie) ist ein medizinischer, nicht ärztlicher Beruf.

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.
(DVE 08/2007)

Oder ganz kurz gesagt:

Mit diversen Medien und Methoden bei physischen, psychischen und/oder sozial eingeschränkten Fähigkeiten und Fertigkeiten eine zufriedenstellende Ausführung zu fördern, anzubahnen oder zu erhalten um alltägliche Handlungen und Selbstbestimmung sowie Lebensfreude zu ermöglichen.

Tiergestützte Ergotherapie bedeutet, dass Tiere in der ergotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden.

Tiergestützte Ergotherapie mit Therapiebegleithunden

Bijou

Hierfür ausgebildete Haushunde (Therapiebegleithunde) auch gerne Therapiehunde genannt, eignen sich wegen ihrer Sozialkompetenz im Besonderen zum Einsatz in der Tiergestützten Ergotherapie.

Ein fundiertes Fachwissen u.a. in umfangreichen medizinischen Kenntnissen, Hygienebestimmungen, Gesprächsführung, Kenntnisse über Hunde und Mensch-Hund-Beziehungen sowie spezielle Fähigkeiten u.a. im Bereich Empathie, Validation, Innovation, Compliance, auf hohem Niveau sollten für Ergotherapeuten selbstverständlich sein, die diese Tiere in ihrer Arbeit einsetzten.

Diese Hunde sind „lebendige Therapiemittel“, die im Therapieverlauf meist nicht im Vordergrund steht sollten.

Der Mittelpunkt der Tiergestützten Ergotherapie ist der Patient, Klient oder Bewohner.

Diese Therapieform ist eine Option für Menschen, die sich zu Tieren/Hunden hingezogen fühlen oder deren Interesse an ihnen geweckt wird um sich auf sie und sich selbst im Miteinander einzulassen.

Die Tiergestützte Ergotherapie ist kein Allheilmittel. Sie kann, muß aber nicht zum therapeutischen Erfolg führen und bietet ein alternatives Therapieangebot.

Wichtig für die Tiergestützte Ergotherapie mit Hunden:

Sie sollten darauf achten, dass der Hund dem Therapeuten gehört. Diese bilden eine Einheit, die Grundlage für das Vertrauen des Tieres in das was mit ihm gemacht wird oder ihm widerfährt. Ein Tier ist kein Gegenstand und funktioniert nur im Team.

Warum eignet sich der Hund als therapeutisches Medium?

Nanouk

Viele bezeichnen nicht umsonst den Hund als besten Freund des Menschen.

Der Haushund ist das Tier, das dem Menschen evolutionsgeschichtlich am nächsten ist.

Hunde sind sehr beliebt, weil…..

 –  sie keine moralischen Ansichten haben
 –  sie sich sooo freuen können
 –  sie gute Zuhörer sind, Geheimnisträger sind und nichts
      ausplaudern
 –  sie keine Widerworte geben
 –  sie immer im Hier und Jetzt leben
 –  sie so viele verschiedene Talente haben
 –  sie immer bereit sind sich mit Körper und Geist voll einzusetzen
 –  sie so „treue“ oder „kluge“ oder „traurige“ oder „hungrige“ Augen
      haben oder alles zusammen
 –  man sie lieb hat
 –  sie einfach eine tolle faszinierende Spezies sind
 –  sie ein schönes, attraktives Fell haben und eine höhere
      Körpertemperatur als wir
 –  sie Sozialpartner und Familienmitglied sind
 –  sie uns vermeintlich beschützen oder wir sie
 –  sie früher mehr als heute Arbeitskollegen waren und in diesem
      Sinne gezüchtet wurden
 –  der Eine oder Andere von Menschen enttäuscht worden ist, von
      ihnen nicht
 –  ihre soziale Abhängigkeit vom Menschen als Treue empfunden
     wird
 –  sie früher Arbeitskollegen waren
 –  sie einem das Gefühl der Wertschätzung vermitteln

Viele Mensch neigen dazu in ihrem Sinne Hunde überzuinterpretieren. Der Hund wird oft nicht „nur“ als Hund gesehen.
Oder er weckt Interesse. Dadurch bietet er u.a. eine hervorragende Projektions- und Aktionsfläche, die therapeutisch genutzt werden kann.

Der ergotherapeutische Einsatz von Hunden kann an sensorischen oder psychischen Erinnerungen oder Lebenserfahrungen und/oder neuen Eindrücken des Klienten durch Beobachtung des Hundes oder die Interaktion mit ihm ansetzten und seine therapeutische Entwicklung fördern.

Nicht wir bestimmen, sondern der, dem es durch die Tiergestützte Ergotherapie besser gehen soll, indem er sich in geschütztem Rahmen einläßt.

Es ist im Laufe meiner Arbeit vorgekommen, dass meine Hunde auf magische Weise Türen geöffnet haben, die mir, Angehörigen, Ärzten und medizinischem Personal einen neuen Zugang zu dem Betroffenen erschlossen und so eine therapeutische Entwicklung ermöglicht haben.

Hunde statt Delfine !!!